Wie lernt man Bauherr?
Referenten:
Gabriele Church, Guido Rottkämper, Klaus Heinzerling
Bedürfnis, Bedarf und Notwendigkeit sind selten deckungsgleich – und genau daran scheitern viele Bau- und Transformationsprojekte: nicht an der Technik oder am Budget, sondern an einer ungeklärten Aufgabenstellung. Nutzende wissen in der Regel, was sie wollen, wenn man sie fragt. Organisationen wissen oft, was sie sich leisten können. Was jedoch häufig fehlt, ist die strukturierte Klärung dessen, was fachlich, organisatorisch und kulturell wirklich erforderlich und sinnvoll ist.
Nutzerbedarfsmanagement ist deshalb kein Nice-to-have, sondern die zentrale Übersetzungsleistung zwischen Wunsch, Realität und Verantwortung. Fehlt diese moderierte Ausbalancierung, entstehen entweder überfrachtete Konzepte oder unterambitionierte Lösungen – beides teuer, beides mit langfristigen Folgen im Betrieb.
Wer heute baut, plant oder investiert, muss deshalb früher, tiefer und ehrlicher klären, was der Nutzer wirklich braucht – nicht nur zum Einzug, sondern über die gesamte Lebensdauer des Projekts. Die Beteiligung der Mitarbeitenden ist dabei ebenso entscheidend wie ein zielgerichteter, nachhaltiger und wirtschaftlicher, reflexiver Planungsprozess.
Diese Break-out Session besteht aus drei Teilen:
1) Partizipation zur Aufgabenklärung
2) Phase NULL – die Aufgabe richtig stellen, bevor Lösungen teuer werden
3) Moderierte Reflexion – Erkenntnisse verdichten, Handlungsfelder erkennen